JFV Nordwest formt nächste Generation

 

JFV Nordwest formt nächste Generation

Saisonstart von U 17 und U 19 – Entwicklung der Spieler im Fokus

Die Kooperation von VfB und VfL geht in die dritte Saison. Acht U-19-Talente haben gerade den Sprung in die ersten Mannschaften der Stammvereine geschafft.

Oldenburg Mit viel Vorfreude und voller Entschlossenheit starten die Jugendfußballer des JFV Nordwest in die neue Saison. Nachdem in diesem Sommer erstmals zahlreiche Talente den Sprung in die ersten Mannschaften von beiden Partnervereinen geschafft haben, formen die JFV-Trainer nun die nächste Generation. Die U 19 und die U 17 starten an diesem Wochenende jeweils in die neue Spielzeit in der Nord-Staffel der Regionalliga, der zweithöchsten Spielklasse dieser Altersklassen.

„Die U19 ist eine Ausbildungsmannschaft“, erklärt A-Junioren-Trainer Stephan Ehlers: „Das vorrangige Ziel ist es, die Spieler an den höherklassigen Männerfußball heranzuführen – im Idealfall zum VfB in die Regionalliga oder zum VfL in die Oberliga.“ Nach der zweiten Saison des Zusammenschlusses der beiden Stammvereine haben Dominic Volkmer, Kai Kaissis, Pascal Steinwender und Jannik Vollmer den Sprung in den VfB-Kader geschafft. Thore Sikken, Lucas Baumeister, Andrik Zohrabian und Haris Lakic sollen beim VfL in der ersten Mannschaft auftrumpfen.

„Das Ziel ist die sportliche Weiterentwicklung jedes Einzelnen und des Teams im technisch-taktischen wie athletischen Bereich“, erklärt Lasse Otremba. Er hatte 2014 mit der U 15 den Sprung in die Regionalliga geschafft, konnte den sofortigen Abstieg aus der höchstmöglichen C-Junioren-Spielklasse aber nicht verhindern. Er hat nun mit dem bisherigen ­U-17-Coach Wolfgang Horn, der künftig die U 15 in der Landesliga (erstes Pflichtspiel im Bezirkspokal am 3. September) betreut, den Posten getauscht.

Nachdem die B-Junioren in der vergangenen Spielzeit Platz acht belegt hatten, will Otremba mit dem neuformierten Team jetzt „möglichst in der Spitzengruppe mitspielen“. Der A-Lizenz-Inhaber schätzt die Regionalliga als „sehr stark“ ein, weiß aber genau, wozu seine Spieler fähig sind. Aus dem bisherigen Team sind acht Spieler des Jahrgangs 1999 geblieben, zehn Talente haben unter ihrem alten und neuen Trainer in der U 15 gespielt.

„Holstein Kiel dürfte das Non-Plus-Ultra sein“, sieht der JFV-Coach den Bundesliga-Steiger aus dem hohen Norden als heißen Meisterschaftsanwärter. Otremba will mit seinen Spielern die eigene Idee des Fußballs umsetzen. „Wir versuchen, die Situationen spielerisch zu lösen und insgesamt weniger abwartend zu agieren“, erklärt der 24-Jährige, dessen Team zum Auftakt an diesem Sonntag (15 Uhr) bei Aufsteiger Komet Arsten gastiert. „Eine körperlich starke Mannschaft“, warnt er.

Gegen einen Meisterfavoriten startet die weiter von Ehlers trainierte U19. „Es wird ein Duell auf Augenhöhe, in dem Kleinigkeiten entscheiden“, sagt der Trainer vor dem Heimspiel an diesem Sonntag (14 Uhr, Stadion Alexander­straße) gegen den VfB Lübeck, der zuletzt als Tabellenfünfter zwei Plätze hinter dem JFV gelandet war.

Nachdem knapp die Aufstiegschance verpasst wurde, will Ehlers mit dem neuen Team, dass sich erst finden muss, erneut auf Tuchfühlung zur Spitze gehen. Nur vier Spieler des bisherigen Kaders sind noch da. Daher tut sich Ehlers auch schwer mit einer Prognose: „Im Jugendfußball ist das immer schwer“, meint der 45-jährige A-Lizenz-Inhaber, fügt aber hinzu: „Wir peilen das obere Drittel an, weil wir einen qualitativ guten Kader haben.“

Ehlers sieht nach dem Ende einer guten Vorbereitung insbesondere Entwicklungspotenzial im Spiel nach vorne: „Wir stehen hinten ziemlich gut, aber die Zielstrebigkeit und das Umschalten müssen noch besser werden“, sagt der Coach und erhofft sich möglichst schon an diesem Sonntag einen Leistungsschub: „Wir haben ein Heimspiel und wollen zum Start natürlich gewinnen.“

JFV Nordwest U19

Tor: Fabian Klinkmann (in der vergangenen Saison Werder Bremen U19), Jasin Jashari (eigene U19), Phil Ukena (eigene U17).

Abwehr: Patrick Papachristodolou, Marlo Siech (beide eigene U19), Phillip Onnen (eigene U17), Dominic Rabe (GVO U19), Fabian Stoffers (1. FC Kleve U19), Leonard Nauermann, Björn Hakansson (beide Werder Bremen U19), Philipp Ihnken (Werder Bremen U17).

Mittelfeld: Fabio Grigoleit (eigene U19), Joshua König, Moritz Hannemann (beide eigene U17), Anton Stach (Werder Bremen U 17), Conor Gnerlich (FC St. Pauli U17), Justin Schmidt (JFV Bremerhaven U19), Max Falldorf (SC Weyhe U17), Marc Meunier (VfL U19).

Angriff: Rodi Hezo (VfL U17), Nikita Kirik, Alexander Lüttmers (beide eigene U19), Clifford Stecher (SC Weyhe U17), Cem Hilken (Eintr. Braunschweig U19), Deniz Kolodziej (Werder Bremen U19).

Abgänge: Jannik Vollmer, Dominic Volkmer, Pascal Steinwender, Kai Kaissis (alle VfB), Thore Sikken, Lucas Baumeister, Haris Lakic, Andrik Zohrabian (alle VfL), Jendrick Meißner (Brinkumer SV), Faruk Sahan, Carsten Hackstette (beide Türkischer SV), Lauren Riedel (VfL Wildeshausen), Janek Grünebast (TuS Pewsum), Jonathan Matondo (VfB U23), Sehon Deniz (TSV Havelse U19), Jamal Mohammad (TuS Westerloy), Marian Gerlitzki (USA).

Trainer: Stephan Ehlers (seit 2013).

JFV Nordwest U17

Tor: Jannik Schoon, Dario Reuter (beide eigene U15).

Abwehr: Aaron Lepthien, Kilian Schaar, Dominique N’Dure (alle eigene U17), Nino Oeltjenbruns, Marius Preißinger, Tassilo Thiele (alle eigene U15), Christian Rümke, Finn Zeugner (beide SC Weyhe U17), Tristan Sommer (JFV Bremerhaven U15).

Mittelfeld: Tom Schmidt, Kasra Ghawilu, Emre Das (alle eigene U17), Marius Müller, Luke Bleckmann, Sven Lameyer, Tom Geerken, Mirco Ruge (alle eigene U15), Niklas Neumann (Werder Bremen U16).

Angriff: Julius Zaher, Osman Atilgan (beide eigene U17), Junior Ngongfor (eigene U15), Faruk Celik, Mehmet Acar (beide Blumenthaler SV U17).

Abgänge: Phil Ukena, Joshua König, Phillip Onnen, Moritz Hannemann (alle eigene U 19), Marcel Walter (Werder Bremen U 19), Duc Nguyen, Christopher Kant, Leon Haferkamp, Frederik Goddon, Niklas von Aschwege (alle VfL U19).

Trainer: Lasse Otremba (neu, zuvor eigene U15).

(Quelle: NWZ Magnus Horn)