JFV Nordwest U17 verliert in doppelter Unterzahl

 

JFV Nordwest U17 verliert in doppelter Unterzahl

Bravourös gekämpft, aber dennoch verloren: Im Auswärtsspiel beim Hamburger SV II hat die U17 des JFV Nordwest in der Regionalliga Nord eine unglückliche Niederlage kassiert. Mit 0:2-Toren mussten sich die Oldenburger dem Bundesliga-Nachwuchs geschlagen geben. Eine mitentscheidende Rolle nahm dabei Schiedsrichter Emil Larsen Reicherz ein: Erst schickte er in der 40. Minute JFV-Spieler Marvin Wema mit Gelb-Rot vom Platz, dann zeigte er in der 54. Minute Innenverteidiger Alex Chiarodia glatt Rot. 

Vor allem letztere Entscheidung erzürnte die Gäste: Der Assistent an der Seitenlinie wollte dabei einen Tritt auf den Rücken eines am Boden liegenden Hamburger Spielers gesehen haben. Kamerabilder belegen indes, dass der HSV-Akteur zuvor an der Schulter des JFV-Verteidigers gezogen hatte und beim Flanken ins Seitenaus gestürzt war. Das aus diesem Zweikampf resultierende vermeintliche Vergehen des JFV-Spielers fand, wenn überhaupt, außerhalb des Spielfeldes statt. Nach dem Platzverweis setzte der Unparteiische das Spiel mit einem Strafstoß für den HSV fort, den Djavid Abdullatif zum 2:0 verwandelte. 

Schon die Gelb-Rote Karte in der ersten Halbzeit quittierte das JFV-Trainerduo Wolfgang Horn und Andrew Uwe mit Unverständnis. Marvin Wema kassierte bereits in der 7. Minute für sein erstes Foul Gelb, auch sein zweites Foul in der 40. Minute wurde vom Referee rigoros geahndet. Beide Regelverstöße wurden in der Summe aus JFV-Sicht mit der Gelb-Roten Karte deutlich zu hart bestraft. 

Trotz der gut 25-minütigen doppelten Unterzahl ließ der JFV in der zweiten Halbzeit nach dem Elfmetertor keine weiteren Treffer der Hamburger zu. Das Team beschränkte sich nicht nur aufs Verteidigen, sondern war mit großem Einsatzwillen auch weiterhin um den Anschluss bemüht. Schon in der ersten Halbzeit hatten die Oldenburger ein gutes Spiel gezeigt und sich als ebenbürtiger Gegner erwiesen. Allein beim 1:0 für den HSV sah die Mannschaft nicht gut aus, als ein in der 3. Minute aus dem Halbfeld getretener Freistoß vorbei an allen im JFV-Strafraum versammelten Oldenburgern und Hamburgern den direkten Weg ins Tor fand. „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Sie haben sich nach Kräften gegen eine höhere Niederlage gewehrt und weiter nach vorne gespielt“, lobte Trainer Wolfgang Horn.

Der JFV bleibt trotz der Niederlage Tabellenneunter. Im nächsten Heimspiel trifft das Team am Sonntag, 18. März, auf den VfB Lübeck. Anpfiff ist um 12 Uhr an der Maastrichter Straße.

(Text: JFV Nordwest)