JFV Nordwest U19 ohne Chance

 
 

JFV Nordwest U19 ohne Chance

JFV ist bei 0:8-Pleite gegen Wolfsburg komplett unterlegen – Otremba will Spiel schnell abhaken

Oldenburg. Am Ende stand eine nicht gänzlich überraschende Niederlage für die U-19-Fußballer des JFV Nordwest. Die Höhe der Pleite von 0:8 (0:4)-gegen den VfL Wolfsburg indes ist bitter. Der Bundesligist aus der VW-Stadt war den Gastgebern in allen Bereichen überlegen und lieferte ein Lehrbeispiel an Effektivität im Torabschluss.

Nach einer halben Stunde hatte der Oldenburger Nachwuchs lediglich vier Chancen zugelassen, die Räume für die Wölfe waren begrenzt. Dennoch stand es 0:3 aus JFV-Sicht. Ein Schnittstellenpass entblößte zwar bereits in der 5. Minute die Heim-Defensive, das 0:2 fiel dann aber erst nach einer Ecke in der 27. Minute (Paul Jaeckel). Das 0:3 (30.) und das 0:4 (35.) entstanden durch Flanken auf Orrin Gaines II und Yari Otto nach demselben Muster. Pech hatte auf der Gegenseite Osman Atilgan, der kurz vor der Pause den Ball knapp am Wölfe-Tor vorbeispitzelte. „Heute hatten wir schlichtweg keine Chance. Das muss man neidlos anerkennen“, sagte JFV-Trainer Lasse Otremba nach der Partie. „Das ist einfach ein anderes Niveau.“

Wie die kleinsten Fehler gnadenlos ausgenutzt wurden, sei „brutal“ gewesen. Yari Otto (55.) und Timothy Mason (69.) schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe. Vorwürfe wollte der 25-Jährige Otremba aber weder seiner Mannschaft, die sich keinesfalls kampflos ergeben habe, noch Torwart Deik Oetjen machen, der beim 0:7 und 0:8 durch Yannik Möker einfache Bälle passieren ließ. „Deik hat uns gegen Hamburg und Dresden im Spiel gehalten. Wir gewinnen und wir verlieren als Team“, nahm Otremba seinen Schlussmann in Schutz.

Atilgans Schuss an die Latte kurz vor Schluss hätte beinahe den Ehrentreffer zur Folge. Es war die einzig nennenswerte Offensivaktion der Gastgeber in Durchgang zwei. Otremba: „Spiele gegen Wolfsburg, Leipzig oder Hertha sind nicht die, in denen wir punkten müssen. Dennoch sind wir für den Moment alle enttäuscht.“ Lange aufhalten will sich das Team mit der Niederlage aber nicht. An diesem Montag soll das Spiel analysiert werden, dann aber bereits der Fokus auf die Aufgabe bei Energie Cottbus am kommenden Wochenende gelegt werden.

(Text: Magnus Horn)