JFV U17 behält im Abstiegskrimi die Nerven: Klassenerhalt geschafft

 

JFV U17 behält im Abstiegskrimi die Nerven: Klassenerhalt geschafft

Mehr Dramatik geht nicht: In buchstäblich letzter Minute hat die U17 des JFV Nordwest den Klassenerhalt in der Regionalliga Nord geschafft. Mit 3:2-Toren bezwangen die Oldenburger in einer hochspannenden Partie den VfL Osnabrück. Mittelstürmer Luca Liske erzielte den entscheidenden Treffer per direkt verwandeltem Freistoß in der 80. Minute. Sein Schuss ins Glück ließ alle Dämme beim JFV brechen: Spieler, Ersatzspieler, verletzte Akteure und das Trainerteam lagen sich in den Armen und feierten den mittlerweile oberkörperfreien Siegtorschützen. 

Das 3:2 war für den Ligaverbleib überlebenswichtig, weil die direkten Verfolger TSV Havelse und FC St. Pauli II ebenfalls am letzten Spieltag dreifach gepunktet hatten und Havelse durch ein 8:1 beim bereits vorher als Absteiger feststehenden JFV Hanse Lübeck auch im Torverhältnis vorbeigezogen war. Ohne das erlösende 3:2 im nervenzehrenden Abstiegskrimi hätte sich der JFV Nordwest in der Tabelle auf dem viertletzten Platz – und damit auf dem ersten Abstiegsrang – wiedergefunden. So wiederum kletterten die Oldenburger im Endklassement sogar noch auf Platz 8. 

Für Osnabrück war die Last-Minute-Niederlage umso bitterer: Die Lila-Weißen mussten ihren Traum vom direkten Bundesliga-Aufstieg begraben und gehen nun in die Relegation gegen den Vertreter der Regionalliga Nordost. Trotz Führung gaben sie den sicher geglaubten Sieg in Oldenburg noch aus Hand. Stattdessen kamen die Gastgeber zweimal zum Ausgleich: Luca Liske – ebenfalls mit einem direkten Freistoß – zum 1:1 in der 48. Minute und Kapitän Willem Hoffrogge per Kopf nach Flanke von Jarno Göttelmann zum 2:2 in der 63. Minute brachten den JFV zurück ins Spiel, ehe dann Luca Liske mit seinem zweiten Tor zum Matchwinner wurde. 

JFV-Trainer Wolfgang Horn war nach dem furiosen Finale heilfroh über den späten Triumph: „Meine Mannschaft hat überragend gekämpft. Wir haben nie aufgehört, an uns zu glauben und uns auch durch Rückschläge nicht entmutigen lassen.“ Das galt für das letzte Saisonspiel, aber auch für die komplette Spielzeit, deren Verlauf bestenfalls mit „durchwachsen“ zu beschreiben ist. Gegen Teams aus dem oberen Tabellendrittel wurden überwiegend gute Leistungen abgerufen, während man in den Duellen mit den Absteigern FC St. Pauli und VfB Lübeck sowohl in der Hinrunde als auch in der Rückrunde jeweils Niederlagen kassierte. Gerade in der Schlussphase der Saison zeigte das Team aber mit Teilerfolgen in den Auswärtsspielen bei den Spitzenmannschaften VfL Wolfsburg II (2:2) und Werder Bremen II (3:3), was in ihm steckt. Durch den abschließenden Sieg über den VfL Osnabrück gelang nun immerhin auch die Revanche für das unglückliche Ausscheiden im Halbfinale des Landespokals. 

Wolfgang Horn und Andrew Uwe dankten seinenTrainerkollegen Torwarttrainer Thomas Schoon und Betreuer Werner von Aschwege für ihren Einsatz: „Jeder hat seinen Beitrag dafür geleistet, dass wir am Ende doch noch jubeln durften.“ 

(Text: JFV Nordwest)

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